Verantwortlich für Kundenservice und operationelles Geschäft, kennen Yves Excoffier und Georges-Eric Ruys, unseren Markt nach mehr als 10 Jahren Tätigkeit in der SAFRAM-Gruppe. Beide Manager sind intensiv an der Entwicklung der SAFRAM-Gruppe beteiligt und arbeiten in enger Zusammenarbeit und Abstimmung daran, die mit den Lieferanten ausgehandelten und ihren Kunden zur Verfügung gestellten Dienstleistungen sicherzustellen. In ständigem Austausch mit der alltäglichen Arbeit vor Ort, sei es in der Zentrale in Genf oder innerhalb der europäischen Tochtergesellschaften, stehen sie für die wichtige Verbindung zwischen der globalen Strategie und der konkreten Anwendung der Prozesse – mit dem Ziel, Qualität zu optimierten Kosten zu gewährleisten. Sie beantworten unsere Fragen zu Branchenthemen und den Projekten des Unternehmens in einem besonders wettbewerbsintensiven Umfeld.

Safram : Wie ist es um die Transportbranche in der Schweiz und Europa bestellt?
Y. Excoffier : Die Marktlage ist angespannt, einerseits wegen des Mangels an Fahrern und andererseits wegen des verbreiteten Wachstums, das alle Netze überlastet. Dies führt wiederum zu einem Aufwärtstrend der Preise.

S. : Was sind die wichtigsten Herausforderungen für die nächsten 5 Jahre  ?
Y.E. : Wir müssen uns weiterhin spezialisieren, um unser Wachstum zu sichern und unsere Position unter den wichtigsten Akteuren des Strassenverkehrs zu stärken. Mit einem Marktanteil von 30% ist Safram der europäische Marktführer im Bereich Parfüms und Aromen, insbesondere dank seiner auf ADR fokussierten Strategie, seines europäischen Netzwerks und seiner Standorte in der unmittelbaren Nähe der wichtigsten Industriegebiete.
Gleichzeitig setzen wir unserer Bemühungen in der Auswahl neuer Technologien fort, um unsere digitalen Dienstleistungen auszubauen, so wie Track & Trace, satellitengestützte Ortung von Fahrzeugen und Gütern und den EDI-Austausch mit Kunden und Partnern. Wir legen Wert auf Prozesse, welche die Erwartungen unserer Kunden erfüllen.

S. : Wie hat sich in den letzten fünf Jahren das Netzwerk von SAFRAM entwickelt?
G-E. Ruys : SAFRAM deckt heute das ganze Gebiet Europas einschliesslich der Türkei ab. Heute sind wir in der Lage, täglich Abfahrten von all unseren Standorten nach ganz Europa anzubieten, was nicht viele Transporteure anbieten können, einschliesslich der grösseren, die ihre Abfahrten nach Volumen planen.
Wir haben auch eigene Tochtergesellschaften gegründet, wo die Marktbedingungen günstig sind, so wie in London, Budapest, Avignon und Bordeaux. Auch unser Büro in Basel haben wir stark entwickelt.

S. : Wie liegen die Aussichten für das Netzwerk in den kommenden zwei Jahren?
G-E. R. : Wir wollen unsere europäische Abdeckung und täglichen Abfahrten aufrecht erhalten. Wir haben kürzlich unsere Niederlassung Garges-lès-Gonesse, welche wir mit Dritten teilten, an einen unabhängigen Standort in Roissy gegenüber dem Flughafen CDG verleget.
Die Logistik ist ebenfalls ein wichtiger Entwicklungsmotor, mit dem wir unsere nach der Seveso-Richtlinie klassifizierte Infrastruktur und unsere führende Position in der chemischen Industrie ausbauen können.

S. : Wie reagiert SAFRAM auf den Lohnanstieg in Osteuropa ?
Y.E. : Die Kosten steigen in ganz Europa. Wir nutzen die starke Beziehung zu unseren Partnern, um die produktiven Synergien (Splitting von Shuttles, gemeinsame wirtschaftliche Entwicklung usw.) fortzuführen und somit unsere Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. Dennoch können wir nicht sämtliche Gebühren auffangen, was zu einer Preissteigerung bei allen Marktteilnehmern führt.

S. : Wie stellt SAFRAM den Zusammenhalt seines Netzwerks sicher ?
G-E. R. : Wir bevorzugen interne Bewerbungen für die Posten von Niederlassungsleitern, um unsere erfahrenen Manager bei uns zu behalten. Ihre mehrmonatige Ausbildung in der Genfer Zentrale ermöglicht eine gute Anbindung und verstärkt die Zusammenarbeit auf allen Ebenen. Dass die Mitarbeiter geografisch flexibel sind (gegenseitige Unterstützung der Bereiche), ist ein wichtiger Komponente von SAFRAM, da sie die Ausrichtung aller Unternehmensbereiche auf das eigene Leitbild sicherstellt. Schliesslich sind wir sehr anspruchsvoll bei Neueinstellungen und haben stets die laufende Verbesserung unserer Fähigkeiten im Blick.

S. : Wo ist das Wachstum zur Zeit im Agentennetzwerk von SAFRAM besonders augenfällig?
Y.E. : Die Akquisition von Grosskunden vor allem zugunsten unserer Basler Niederlassung (in einem insgesamt starken Umfeld), sowie in London und Frankreich.

S. : Planen Sie Änderungen in der Organisation der Safram-Gruppe?
G-E. R. : Wir entwickeln uns stetig weiter, um die Entwicklungen im stark umkämpften Transportmarkt vorauszusehen oder uns daran anzupassen. Insbesondere arbeiten wir an der Zentralisierung von Kompetenzen an unseren Hauptstandorten (Genf, Genas und Budapest).

Dank seiner abgestimmten Entwicklungsstrategie und seiner menschlichen Dimension stärkt SAFRAM weiterhin seine Wettbewerbsposition im Transport von Gefahrgut. Diese Sorgfalt um eine qualitativ hochstehende Zusammenarbeit begünstigt die Identifikation der Gruppe mit den Partnern im Markt.

Foto : von links nach rechts, Yves Excoffier und Georges-Eric Ruys

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